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Der Kulturpass – so geht’s

Hunger auf Kunst und Kultur? Wer bekommt den Kulturpass?

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styriarte-Konzert / Stefaniensaal / Graz, Foto: Werner Kmetitsch

Zu Gute kommen soll diese Aktion all jenen, die gerne am kulturellen Leben teilnehmen möchten, sich das aber – oft auch nur vorübergehend – aus eigener Kraft nicht leisten können: Menschen, die Sozialhilfe oder Mindestpension beziehen, Arbeitslose, Flüchtlinge…

Die Idee

Es werden die immer mehr, die immer weniger haben. Aber: auch Menschen, die wenig haben, haben ein Recht auf Kunst und Kultur. Um dieses Recht auch in Anspruch nehmen zu können, gibt es die Aktion „Hunger auf Kunst & Kultur“. Und den Kulturpass. Das Ziel: Menschen mit wenig oder gar keinem Einkommen den Zugang zu Kunst und Kultur zu ermöglichen.

Wie funktioniert die Aktion?

Kulturpass (Muster)

Kulturpass (Muster)

Jede Kultureinrichtung, die Partner der Aktion ist, ermöglicht KulturpassbesitzerInnen einen unentgeltlichen Eintritt. Sie ist für die Finanzierung dieser Karten, u.a. durch Spenden von Privatpersonen, Institutionen oder Sponsoren, selbst verantwortlich. In jenen Kultureinrichtungen, die über begrenzte Sitzplätze verfügen, sind in der Regel Kontingente für KulturpassbesitzerInnen vorgesehen. Der/die KulturpassbesitzerIn kann bzw. muss reservieren.

Wo ist der Kulturpass erhältlich?

Die Vergabe des Kulturpasses wird über viele soziale und karitative Hilfsorganisationen und Betreuungsstellen und das Arbeitsmarktservice sichergestellt. InhaberInnen der SozialCard der Stadt Graz erhalten den Kulturpass bei den Ausgabestellen der SozialCard. Nähere Informationen finden Sie unter „Hier gibt’s den Kulturpass„.

Wo ist der Kulturpass gültig?

Das Netzwerk der kulturellen Partner der Aktion Hunger auf Kunst und Kultur wächst kontinuierlich. Unsere PartnerInnen finden Sie unter „Hier gilt der Kulturpass„.

 


Armut ist …

Arm ist nicht nur, wer in Pappschachteln am Bahnhof übernachten muss, sondern wer am Alltagsleben nicht teilnehmen kann. Die Statistik spricht von Armut und sozialer Ausgrenzung, wenn neben einem geringen Einkommen schwierigste Lebensbedingungen auftreten. Erwerbslos, alleinerziehend, working poor, zugewandert. Mehr als 500 000 Menschen in Österreich sind von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen („manifeste Armut“), Frauen stärker als Männer.

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Ein Viertel der Armutsbevölkerung sind Kinder. Ihre Eltern sind erwerbslos, alleinerziehend, zugewandert oder haben Jobs, von denen sie nicht leben können. Ein Drittel der Betroffenen sitzt dauerhaft unter den Bedingungen von Armut und Ausgrenzung fest. Die Hälfte aller akut armen Personen ist nur für ein Jahr dieser Situation ausgesetzt. Nie gedacht? Das Risiko, ohne Halt abzustürzen, ist gestiegen – auch für Personen, die sich`s in ihrem Leben nie gedacht hätten. Über 600 000 Menschen (7%) sind „armutsgefährdet“. Ihr Einkommen liegt unter der Armutsgrenze.

Armut macht krank. Menschen, die in Armut leben, sind doppelt so oft krank wie Nicht-Arme.
Armut ist Stress. Die sogenannte Managerkrankheit mit Bluthochdruck und Infarktrisiko tritt bei Armutsbetroffenen 3mal häufiger auf als bei ManagerInnen.
Armut macht einsam. Wer arm ist, hat weniger freundschaftliche und nachbarschaftliche Kontakte.
Armut nimmt Zukunft. Menschen, die am Limit leben, haben geringere Aufstiegschancen. Ihre Zukunft wird von der sozialen Herkunft bestimmt.
(Martin Schenk, Armutskonferenz)

Mehr Information entnehmen Sie bitte der Publikation „Einkommen, Armut und Lebensbedingungen 2007“ – Ergebnisse aus EU-SILC 2007

 

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