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Ausstellungseröffnung | Shifting Baselines

Mittwoch, 21. Juni von 19:00 bis 21:00

Ausstellungseröffnung & Performances

Es spricht Kulturstadtrat Dr. Günter Riegler

Performances: Reverend Billy (USA) / Irina Karamarkovic (AT/XK) / Igor F. Petkovic (AT)
Moderation: Karl Grünling (AT)

Ausstellung: Karl Grünling (USA) / Eva Itzlinger (AT) / Andre Kratzer (AT) / Franz Konrad, Silvia Stecher (AT) / Lebenslaute (DE) / Shir Leib (ISR) / Christof Neugebauer (AT) / Tanja Ostojic (SRB/DE) / Niki Passath (AT) / Reverend Billy (USA) / Karin Petrowitsch (AT) / Stroblak (AT) / studio Asynchrome (AT) / Martha Wilson (USA) / Franz Xaver (AT)
Öffentlicher Raum: Mihael Francic, Ita Kosovic (HR), Keyvan Paydar (IRN/AT)

Die Welt steht Kopf. Zäune wurden gebaut, das reicht jetzt nicht mehr, eine Mauer muss her. Menschen werden ausgesperrt, deportiert. Die letzten Wälder werden gerodet, Pipelines verseuchen das Trinkwasser, Extremist*innen jeder Couleur zünden Bomben… Jeden Tag eine neue Horrormeldung. Und jeden Tag erscheinen uns die Nachrichten von gestern weniger schlimm, denn die von heute sind ähnlich, und dieser Zustand wird zur Normalität. Unser Bezugssystem passt sich dem aktuellen Zustand an. Shifting Baseline nennt man das in der Umweltforschung. Von der Soziologie aufgegriffen, beschreibt der Terminus das Phänomen, dass die Orientierungspunkte, anhand derer Menschen ihre Umwelt beurteilen, sich schleichend verschieben.
Mühsam wurden in den westlichen Industrieländern Demokratien aufgebaut, Frauenrechte erkämpft, Grenzen abgebaut, Rassismen und Nationalismen in die Schranken gewiesen. Doch irgendwo in der Mitte des Weges hat sich der Trend umgekehrt – zumindest für einen Teil der Bevölkerung, und dieser gewinnt zunehmend an Macht. Eloquent wird die Rückkehr in den Hafen alter Hierarchien und scheinbarer Sicherheiten propagiert. Dort hin, wo die Welt noch in „Ordnung“ war, alle die selbe Hautfarbe hatten und im weiten Umkreis die selbe Sprache sprachen. Eine überschaubare Welt, die man versteht. Mit klaren Machtverhältnissen, denen sich alle zu unterwerfen haben.
Und je enger unsere Welt zu werden droht, desto stärker wird der Widerstand gegen diesen schleichenden Rückbau des ohnehin noch lange nicht Erreichten.
Das Schaumbad bearbeitet in dieser Ausstellung die Veränderungen im eigenen Umfeld und holt sich Kolleg*innen aus anderen Regionen zum Vergleich.

Details

Datum:
Mittwoch, 21. Juni
Zeit:
19:00 bis 21:00
Veranstaltungskategorien:
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Veranstalter

Schaumbad – Freies Atelierhaus Graz
Telefon:
+43.681.81364703
E-Mail:
schaumbad@mur.at
Webseite:
http://schaumbad.mur.at

Veranstaltungsort

Schaumbad – Freies Atelierhaus Graz
Puchstraße 41
Graz, 8020 Österreich
+ Google Karte
Telefon:
+43.681.81364703
Webseite:
http://schaumbad.mur.at

Für KulturpassbesitzerInnen ist der Eintritt unentgeltlich. In jenen Kultureinrichtungen, die über begrenzte Sitzplätze verfügen, sind in der Regel Kontingente für KulturpassbesitzerInnen vorgesehen. Der/die KulturpassbesitzerIn kann bzw. muss reservieren.