Lade Veranstaltungen

« Alle Veranstaltungen

  • Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.

AUSSTELLUNG | AMO&INE – Ich liebe die Sumpfnympfe…

Donnerstag, 12. Juli von 16:00 bis 18:00

|Serientermin für Veranstaltung (Alle anzeigen)

Eine Veranstaltung, die im Abstand von 1 Woche(n) um 4:00pm Uhr am Mittwoch, Donnerstag und Freitag stattfindet und bis Freitag, 20. Juli 2018 wiederholt wird.

Die Japaner haben da etwas gefunden, was jetzt bei uns so ziemlich modern zu werden scheint. Es nennt sich „Shinrin Yoku“, auf Deutsch „Waldbaden“. Wir haben das aber schon von Alters her im Gebrauch als Waldspaziergänge, „Schwammerl suchen“ oder gar Trikitraki Forsti. Das Heilsame am Wald ist auch, dass er ein Tummelplatz von Nymphen ist; den Hamadryaden, gut erkennbar an Zwieseln der Astgabelungen, die den Schritt der umgekehrt aufgehängten Nymphen zeigen. Die ganze Natur zeigt die vielgestalteten Nymphen. Weibliche Konturen der Gebirgszüge sind Oreaden. Napaen verkörpern Schluchten, ähnlich der weiblichen Vulven – eine fluviatile Erosionsform.

Die Gefährlichkeiten wohnen im Sumpf; hierbei ist es weniger Gestalt als eine allgemeine Schwüle der Verführung: Die opfer-fordernden Selfeiden der heiligen Heine. Die hörbaren Klagen der Echo, das frische Lispeln der Najaderen. Oder die erdsauren Töne der Syrinx, wenn der Wind sich im Schilfrohr wiegt. „Komm, komm, komm“, flüstern die Undinen, die Sumpfnymphen, betörend. Die Jugend folgt ihr vorwiegend im männlichen Geschlecht und kehrt nicht wieder. Der Sumpf, das Moor, die Nymphen haben sie verschlungen. Und die Moral von der Geschichte: Die Hingabe an die Nymphen führt ins Verderbnis, erst recht, des sich ihrer Erwehrens. Sollten die Nymphen sich verweigern, werden sie zurückgeworfen in die Botanik und nicht zum Menschen hin erlöst – es ist ohnehin ein Wunschdenken, weil schon ein Bordellbesuch in Tanger, in der ersten Hälfte des vorherigen Jahrhunderts, gleichbedeutend war mit einer totbringenden Ge schlechtskrankheit.

Fazit ist: Für die noch verbliebenen bildenden Künstler, eine Natur so darzustellen, dass ihre Verführung überdeutlich wird. Wenn Orchideen dem Menschlein ihre Zungen entgegenstrecken um mit dem letzten Hauch des Windes zu vergehen, um so das letale Ende zu zeigen, mit einem Lächeln auf den Lippen und auf den Brustknospen. So wie es die Tränen des Eros gebieten.

Die hingebungsvollen Aktzeichner_innen unseres Vereines sind besonders gefordert.

Wisset aber: Nymphen sind vierschrötig, bockshufig und tiefbrüstig!

Foto(c): Galerie Centrum

Details

Datum:
Donnerstag, 12. Juli
Zeit:
16:00 bis 18:00
Veranstaltungkategorien:
, , , ,

Veranstalter

Galerie Centrum
E-Mail:
office@galeriecentrum.net
Website:
www.galeriecentrum.net

Veranstaltungsort

Galerie Centrum
Glacisstraße 9
Graz, Steiermark 8010 Österreich
+ Google Karte

Für KulturpassbesitzerInnen ist der Eintritt unentgeltlich. In jenen Kultureinrichtungen, die über begrenzte Sitzplätze verfügen, sind in der Regel Kontingente für KulturpassbesitzerInnen vorgesehen. Der/die KulturpassbesitzerIn kann bzw. muss reservieren.