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AUSSTELLUNG | „Die 1000-jährige Bibliothek” – die Sprache prüfen von Hannes Priesch

Montag, 11. Februar von 9:00 bis 17:00

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Eine Veranstaltung, die im Abstand von 1 Woche(n) um 9:00am Uhr am Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag stattfindet und bis Donnerstag, 28. Februar 2019 wiederholt wird.

Mit einer Gesamtauflage von 12,4 Millionen ist Hitlers “Mein Kampf” bis heute das meistverkaufte Autorenbuch deutscher Sprache. Tabuisierung und Verbot dieser Propagandaschrift nach dem Zweiten Weltkrieg haben nicht den erwünschten Effekt gezeigt, nämlich den “Geist in der Flasche” sicher zu verwahren und von der Allgemeinheit fernzuhalten. Das Gegenteil ist der Fall. Gerade im „Erinnerungsjahr“ 2018 wird sichtbar, wie neonationalistische Ausgrenzungsbewegungen, Rassismus und menschenhassende Rhetorik an Massentauglichkeit gewinnen.

Diesen Umstand greift der bildende Künstler Hannes Priesch mit seinem Projekt „Die 1000-jährige Bibliothek” auf. Er vervielfältigt Textauszüge aus “Mein Kampf” mittels Handsiebdruck und stellt daraus Buchobjekte her, welche in Form einer Installation präsentiert werden. Diese Bücher können von den Besucher*innen in die Hand genommen und gelesen werden. Der tabuisierte Gegenstand “Mein Kampf” wird in neuer Weise Material zur Untersuchung und Reflexion. Die semiotische Referenzveränderung erleichtert es, die von Hitler verwendete Sprache zu studieren und sensibilisiert zu werden für die Sprache totalitärer Tendenzen und menschenverachtender politischer Strategien in Vergangenheit und Gegenwart.

Foto(c): Steiermärkische Landesbibliothek

Details

Datum:
Montag, 11. Februar
Zeit:
9:00 bis 17:00
Veranstaltungskategorien:
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Veranstaltungsort

Steiermärkische Landesbibliothek, Joanneumsviertel
Kalchberggasse 2
Graz, Steiermark 8010 Österreich
+ Google Karte
Telefon:
0316 8774600
Website:
www.landesbibliothek.steiermark.at/

Für KulturpassbesitzerInnen ist der Eintritt unentgeltlich. In jenen Kultureinrichtungen, die über begrenzte Sitzplätze verfügen, sind in der Regel Kontingente für KulturpassbesitzerInnen vorgesehen. Der/die KulturpassbesitzerIn kann bzw. muss reservieren.