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Ausstellungseröffnung – MEIN KOERPER : MEINE MASCHINE

Freitag, 23. September von 17:00 bis 20:00

Freitag, 23.September 2022, 17:00 Uhr, [esc] medien kunst labor

Programm:

17.00 Uhr Begrüßung – Reni Hofmüller, Ilse Weber

17.15 Uhr Maschinengebete – Eröffnungsexkurs Lisz Hirn, Philosophin, Publizistin

18.30 Uhr My Body – The Machine – Solo-Konzert Mia Zabelka, E-Violinistin, Komponistin

Der menschliche Körper dient als Angriffsfläche der Macht, um einerseits auf das Subjekt, andererseits auf die gesamte Gesellschaft zuzugreifen (Michel Foucault), es sind es vor allem die großen Techkonzerne, die ihre Macht längst nicht mehr nur in ökonomischer Hinsicht ausüben und weiter ausbauen.

Diese Entwicklung wird aber auch von uns selbst befeuert. Nur allzu gerne sind wir zur Selbstkontrolle (Quantifing Self) bereit, trainieren, reparieren, rehabilitieren, modellieren, verschönern und technisieren unseren Körper. Die Selbstoptimierung wird dabei ständig von verschiedensten Programmen erfasst und die Daten den entsprechenden Industrien freiwillig und meist kritiklos zur Verfügung gestellt. Unter deren Einfluss steigt der Druck, eigenverantwortlich in unser Körperkapital zu investieren.

Die Faszination, die technische Geräte und die damit verbundenen Möglichkeiten auf uns ausüben, lässt uns scheinbar kritiklos werden, sogar den Human Enhancement Programmen grosser Konzerne gegenüber. Nicht nur zur Zeit des Futurismus waren die Modelle des Maschinenmenschen noch mit Verheißungen und vermeintlich positiven Erwartungen verknüpft, auch am Beginn des Internets gab es die Hoffnung, biografische, kulturelle, sexuelle und soziologische Festschreibungen zu überwinden. Unterdessen wissen wir, wie sehr Normen, Vorurteile, Rassismen, Sexismen et cetera, eingeschrieben in Algorithmen, ihren Einfluss auf Körper (besonders auf den weiblichen) ausüben.

Ist es die Vision des Google-Entwicklers Ray Kurzweil, der behauptet, dass die Menschheit mit Hilfe von Biotechnologie und künstlicher Intelligenz ihre biologischen Grenzen im Jahr 2045 überwunden haben wird oder sind wir (auch) schon längst dabei unsere physische Existenz aufzugeben, wie Paul Virilio meint: werden unsere stillgelegten Körper nur mehr zu Hüllen unseres Selbst, das Sein ein ständiges Online-Sein in einem nie endenden Datenstrom?

Installationen:

Kisses from the Future, Ani Liu (USA)
Distrust; in purple, Harriet Davey (GBR) & Imogen Davey (GBR)
The Left Hand, Nick Acorne (UKR/AUT)
disarming, Emanuel Gollob (AUT)
Data Safe, Ninja Guru Studio (AUT) & Holunder Heiß (AUT)
The full color make up session, Hui Ye (CHN/AUT)
End of Life Care Machine, Dan Chen (USA)
Network of Self, Lans King (USA)

Weitere Termine:

steirischer herbst Ausstellungsrundgang – Samstag, 24.09.2022, 11.00 – 19.00 Uhr
16.00 Uhr This is my body of work – Performance von Lans King (USA)

ORF Lange Nacht der Museen – Samstag, 01.10.2022, ab 18.00 – 01.00 Uhr – Führungen mit den Harriet und Imogen Davey (GBR)

ORF musikprotokoll – Donnerstag, 06.10.2022, 18.00 – 18.30 Uhr

steirischer herbst Eröffnungswochenende – 24.09. und 25.09. 11.00 – 21.00 Uhr
27.9. – 16.10., Di – So 11.00 – 19.00 Uhr und 18.10. – 18.11., Di – Fr 14.00 – 19.00 Uhr
und nach Vereinbarung, Eintritt frei

mehr Info

Foto (c) esc

Details

Datum:
Freitag, 23. September
Zeit:
17:00 bis 20:00
Veranstaltungskategorien:
,
Veranstaltung-Tags:

Veranstalter

esc medien kunst labor
Telefon:
+43.316.836 000
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Veranstaltungsort

[esc] medien kunst labor
Bürgergasse 5
Graz, 8010 Österreich
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Für KulturpassbesitzerInnen ist der Eintritt unentgeltlich. In jenen Kultureinrichtungen, die über begrenzte Sitzplätze verfügen, sind in der Regel Kontingente für KulturpassbesitzerInnen vorgesehen. Der/die KulturpassbesitzerIn kann bzw. muss reservieren.