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CANTANDO ADMONT – Gesprächskonzert – Concert Talk 1

Dienstag, 20. Juli von 8:00 bis 17:00

Samstag 31. Juli 2021, 20:00Uhr, Einlass: 19:30Uhr, Konzertbeginn: 20:00Uhr, Mariahilferkirche Graz, Mariahilferplatz 3, 8020 Graz

“no voice other than this pen..”
Drei zeitgenössische Komponist*innen arrangieren eine bereits bestehende Mahler Komposition aus „Des Knaben Wunderhorn“ für die Besetzung von 4 Stimmen (SATB), Violine, Klarinette und Akkordeon. Diese Bearbeitung des Originals wird zugleich als Referenzstück für eine Neukomposition verwendet. Ausgewählt wurden die Schweizer Komponistin Katharina Rosenberger (*1971) und die zwei aus Südtirol stammenden Komponisten Hannes Kerschbaumer (*1981) und Alexander Kaiser

(*1985). Alle drei Komponist*innen werden vor Ort sein, um sich und ihre Werke vorzustellen. Das Publikum ist herzlich dazu eingeladen, sich aktiv am Gespräch zu beteiligen.

PROGRAMM

Katharina Rosenberger (*1971)Aufzeichnungen eines Stimmlosen UA

(no voice other than this pen…). Für Vokalquartett, Bassklarinette, Akkordeon und Geige

Alexander Kaiser (*1985)Der Tamboursg’sell   

Musik: Gustav Mahler, Text: aus des Knaben Wunderhorn              , Instrumentation: Alexander Kaiser

The countryside is in convulsion UA

für 4 Stimmen, Objekte, Kontrabassklar,  Akkordeon, Violine & Elektronik

Hannes Kerschbaumer (*1981) – Das irdische Leben

Musik: Gustav Mahler, Text: aus des Knaben Wunderhorn              , Instrumentation: Alexander Kaiser

hyperdermic drift UA

Für 4 Stimmen, drei Instrumente & Elektronik

INTERPRET*INNEN

 Peyee Chen, Sopran
Helena Sorokina,  Alt

Bernd Lambauer, Tenor
Ulfried Staber, Bass
Johannes Haase, Violine
Marco Sala,  Klarinette

Maria Mogas, Akkordeon

Katharina Rosenberger, Komposition

Hannes Kerschbaumer, Komposition

Alexander Kaiser, Komposition

Cordula Bürgi, Musikalische Leitung

Katharina Rosenberger (*1971)

Aufzeichnungen eines Stimmlosen (no voice other than this pen…) für Vokalquartett, Klarinette, Akkordeon und Violine bezieht sich auf Mahlers “Des Knaben Wunderhorn”, “Lied des Verfolgten im Turm” sowie auf die aktuelle und konfliktreiche Umstände von Verfolgung und Freiheitsentzug von Menschen ohne richterliche Haftprüfung. Hier beleuchte ich besonders die von der amerikanischen Regierung ausgehende rechtswidrige Internierung von hunderten von Menschen, welche in dem in 2002 errichtete außerordentlichen Gefängniß Guantánamo festsitzen. Die Komposition wird einen gesprächsartigen Charakter aufweisen, in dem die Sänger*innen auf das Thema „Gefangenschaft“, „Menschenrecht“ sowie auf die Briefe des jungen jemenitischen Mohammed al-Hamiri eingehen. Dabei wird verdeutlicht, dass den eingesperrten Terrorverdächtigen jegliche Rechte entzogen und

viele ohne offizielle Anklage festgehalten wurden. Unter unmenschlichen Bedingungen festgehalten, verloren die Gefangenen nicht nur ihre Freiheit, sondern auch ihre Stimmen. Umso bedeutsamer sind Al-Hamiris Notizen und Briefe an seine Mutter. Darin lässt er seine Hoffnung nicht erdrücken, die Gedanken sind frei und sprechen von einer unglaublichen Stärke und Glauben auf ein Leben in Frieden und Glück. Diese befreienden Augenblicke lösen in der von stark rhythmisierten und geräuschhaften Texturen gezeichnete Komposition stimmhafte und schwebende Vokalpassagen aus. Al-Hamiri wurde 2015 nach 13 Jahren Gefangenschaft freigesprochen.

 Hannes Kerschbaumer (*1981)

Die Neukomposition hyperdermic drift ist Studie über das Gleiten. Wenn die Ähren arhythmisch über die Haut streichen und unmittelbar die Wahrnehmung von Oberflächenstrukturen aktivieren. Rauheitsgrade der Stimmen und Instrumente, die nahezu anhaltslos im Raum auseinanderdriften und dadurch unerahnte Zwischenräume freilegen. Das wiederholte innige Flehen des Kindes in Mahlers „Das irdische Leben“, hallt innerlich nach, gedehnt zu einem endlosen Flehen, als wäre die Zeit erstarrt.

Alexander Kaiser (*1985)

In der Komposition The countryside is in convulsion arbeiten sich verschiedenste Klänge aus der Tiefe empor. Fließen ineinander, schwellen an, um immer wieder aufs Neue auseinander zu brechen. Ein stetiges Spiel zwischen elektronischer Zuspielung und dem Ensemble. Aus einem Pool

verschiedener einzelner elementarer Grundideen heraus wächst die Musik langsam heran. Das ganze Stück hindurch werden diese klar strukturiert geglaubten Linien gestört, verzerrt, manipuliert. Kurzum, das ganze System wird in Frage gestellt, ohne eine Antwort parat zu haben.

Wir bitten um Kartenreservierungen unter tickets@kultum.at, Abholung an der Abendkassa bis spätestens 19:45Uhr. Einlass nach GGG-Richtlinien (Geimpft, getestet, genesen). Bitte beachten Sie die aktuellen COVID-Auflagen bei Veranstaltungen 

In Kooperation mit KULTUM Graz

Mehr Infos unter www.cantando-admont.com

Foto © CANTANDO ADMONT

 

 

 

 

Details

Datum:
Dienstag, 20. Juli
Zeit:
8:00 bis 17:00
Veranstaltungskategorien:
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Veranstaltung-Tags:
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Veranstalter

Kulturzentrum bei den Minoriten
Telefon:
+43.316.711 133
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Veranstaltungsort

Mariahilferkirche Graz
Mariahilferplatz 3
Graz, Steiermark 8020 Österreich
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Für KulturpassbesitzerInnen ist der Eintritt unentgeltlich. In jenen Kultureinrichtungen, die über begrenzte Sitzplätze verfügen, sind in der Regel Kontingente für KulturpassbesitzerInnen vorgesehen. Der/die KulturpassbesitzerIn kann bzw. muss reservieren.