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EINATMEN – AUSATMEN | Ausstellungseröffnung

Mittwoch, 2. Juni von 18:00 bis 20:00

Am 2. Juni um 18.00 Uhr. Ausstellungsdauer: 3. Juni bis 12. November: DI bis SA: 11 bis 17 Uhr, SO: 15 bis 18 Uhr (im August baustellenbedingt geschlossen) 

Was heißt „ATEM“ nach mehr als einem Jahr Corona? Atmen scheint in Gegenwart der anderen gefährlich, so sehr, dass es die bedrohliche Krankheit auslösen kann, die die gesamte Welt seit mehr als einem Jahr in Atem hält. Besonders perfide trifft mit dem Atmen das Virus unsichtbar ins Zentrum unserer Existenz. Als täglicher Schutz gilt das Tragen eines Textils, das Distanz schafft, Kommunikation behindert und das Atmen gleichzeitig fühlbar schwerer macht. Wie kehren wir zum Atem als die Grundbewegung von Leben zurück? Atem ist Leben, Atem ist Geist! Mit Pfingsten, dem Fest des Atems und des Feuers, begann der Atem-Schwerpunkt des KULTUM in Graz, der mit einer Pfingstvigil eröffnet wurde und der weit in den Herbst (auch als Ausstellung im steirischen herbst 21) hinein reicht.

Die Ausstellung ist aber nicht nur eine künstlerische Reflexion auf die Corona-Zeit, sie arbeitet mit der noch vorhandenen Baustelle im historischen Gebäude des Minoritenklosters, die fast auf den Tag genau mit dem Ausbruch der Coronakrise begonnen hat und im Herbst vorerst zu Ende geht. Die Ausstellung zieht (sich) durch das gesamte Gebäude und endet in der Mariahilferkirche. (Im Herbst wird sie sich erneut verändern.)

Wo Vorhänge wehen, um einen Windstoß auszuatmen, lässt sie das Gebäude buchstäblich seufzen, Notausgänge freilegen, Entspannungsorte schaffen. Sie lädt auf dem Smartphone nach Eden ein und zeigt Wege auf, dem Kontrolldruck zu entkommen und sich von einer inneren Atemnot zu befreien. Sie legt Atemlosigkeiten, mit denen wir uns in dieser Zeit abgefunden haben, frei. Sie geht aber vor allem besonders sensibel mit den Lebensmomenten um, in denen der Atem zum bewussten Lebenszeichen wird: Auch Liebeshauch, Atemnot und letzter Atem weben sich in die Erzählungen hinein. Nicht nur sichtbar, sondern vor allem auch hörbar und in seiner Verbundenheit mit der sozialen, politischen und physischen Hülle erfahrbar, werden sie als Kunst transzendiert. Sie zu erleben, setzt unsere physische Anwesenheit voraus. Und mit ihr diesen historischen Ort der Minoriten im Zentrum von Graz neu zu erfahren.

Teilnehmende KünstlerInnen: Marina Abramovic/Ulay, Michael Endlicher, VALIE EXPORT, Heribert Friedl, Julie Hayward, Anna Jermolaewa, Agnieszka Kalinowska, Isabella Kohlhuber, Dirck Möllmann, Maria Lassnig, Christiane Peschek, Ferdinand Penker, Werner Reiterer, Michael Triegel, Liesl Raff, Nina Schuiki, Markus Wilfling, Daniel Amin Zaman

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Foto: Nina Schuiki „Store“(2021), © Johannes Rauchenberger

 

Details

Datum:
Mittwoch, 2. Juni
Zeit:
18:00 bis 20:00
Veranstaltungskategorien:
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Veranstaltung-Tags:

Veranstalter

Kultum

Veranstaltungsort

kultum
Mariahilferplatz 3/I
Graz, Steiermark 8020 Österreich
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Telefon:
0316 711133
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Für KulturpassbesitzerInnen ist der Eintritt unentgeltlich. In jenen Kultureinrichtungen, die über begrenzte Sitzplätze verfügen, sind in der Regel Kontingente für KulturpassbesitzerInnen vorgesehen. Der/die KulturpassbesitzerIn kann bzw. muss reservieren.