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Kunsthalle Graz | Part of the Game 2022 | Player 03: Wolfgang Grinschgl – Ausstellung

Mittwoch, 25. Mai von 16:00 bis 20:00

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Eine Veranstaltung, die im Abstand von 1 Woche(n) um 16:00 Uhr am Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag stattfindet und bis Freitag, 3. Juni 2022 wiederholt wird.

Ausstellung: 12.05. – 03.06.2022, Öffnungszeiten: jeweils DI – FR, 16:00–20:00 Uhr, an Feiertagen geschlossen

Wolfgang Grinschgl:

„In meiner Kunst geht es um die Frage und Infragestellung von Individualität.

Wie kann es Individualität geben, wenn der Mensch geprägt wird und sich in Gruppierungen einordnet? In meinen Menschendarstellungen, die sich meist auf das menschliche Gesicht konzentrieren, findet ein Spiel statt. In diesem Spiel entsteht durch das Entfernen gewohnter Erkennungsmerkmale wie Augen, Nase und Mund ein leerer Raum, der erst durch den Betrachter gefüllt werden muß. Das erzeugt eine Unsicherheit darüber, was im Bild und im abgebildeten Menschen tatsächlich noch real existiert und was von dem Gesehenen nur noch reine Spekulation ist. Weil ja alles interpretiert wird, bewußt oder unbewußt, kann niemand mehr eindeutig feststellen ob es sich um Realität und Wahrheit handelt oder nicht. Dieser Gedanke kann auch in komplexere Zusammenhänge gebracht werden z.B. betrifft er auch die Beurteilung eines einzelnen Menschen. Mit der Fassade wird ja auch ganz bewußt manipuliert. Im täglichen Leben sehr offensichtlich und aber sehr viel gefährlicher unbemerkt und geschickt getarnt auf weitläufigeren Ebenen des gesellschaftlichen Lebens. Die einzige Möglichkeit der bildenden Kunst ist die Oberfläche. Es scheint widersprüchlich, mithilfe von etwas vordergründig Sichtbarem, das den Geist einschließt, das dahinter befindliche nicht Greifbare darstellen zu können, aber genau das ist das Faszinierende an der Kunst und auch der Grund warum sie sich nie erschöpft. Mich hat vor vielen Jahren die Frage beschäftigt, wieso Malerei überhaupt noch existiert, vor allem die figurative Malerei in Zeiten der schnelleren Medien Film und Fotografie. Deshalb mußte für mich das Fehlerpotenzial und die induitive Sprache des Gestischen unbedingt eine Rolle spielen ungleich des Fotorealismus.“

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Foto © Beitragsbild-Blasphemie-Alice-Schwarzer-160X120-oil-on-canvas-2015-600×400

Details

Datum:
Mittwoch, 25. Mai
Zeit:
16:00 bis 20:00
Veranstaltungskategorien:
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Veranstalter

Kunsthalle Graz

Veranstaltungsort

Kunsthalle Graz
Conrad von Hötzendorfstraße 42a
Graz, Steiermark 8010 Österreich
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