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SHAWN STIPLING – „AUF DER SUCHE NACH KOHÄRENZ“ – AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG

Freitag, 16. September von 19:30 bis 21:30

16.09.2022, 19.30 Uhr, MUWA

„IN PURSUIT OF COHERENCE“

Der britische Künstler SHAWN STIPLING zeigt in seiner Ausstellung „AUF DER SUCHE NACH KOHÄRENZ“ im Museum der Wahrnehmung MUWA eine Auswahl von Bildern und Wandskulpturen, die im Zeitraum von 2015 bis 2022 entstanden sind.

SHAWN STIPLINGS Werk zeichnet sich durch eine Reduktion von Form und Farbe aus, jedoch beruht sein Minimalismus nicht auf einem Dogma, sondern ist das Ergebnis seiner präzisen Planung und zahlreicher Experimente, mit dem Ziel, über jedes Detail, jeden Millimeter Bildfläche, die größtmögliche Kontrolle auszuüben und den Zufall zu vermeiden. Das Ergebnis sind monochrome Bilder mit Linien, die Räumlichkeit erzeugen, meist nahezu am Bildrand positioniert und auf einer horizontalen Mittellinie verschoben sind. „Alles ist geplant, aber das heißt nicht, dass es nicht intuitiv ist. In der Planungsphase wird viel experimentiert, es wird viel ausprobiert. Die ganze Kreativität findet hier statt. Ich verwende keine mathematischen oder sonstigen Systeme, sondern treffe alle Entscheidungen intuitiv.“

Für seine künstlerische Entwicklung vom abstrakten Expressionismus hin zu einer minimalistischen Formensprache sieht er ein prägendes Schlüsselerlebnis im Jahr 2003 verantwortlich: STIPLING besucht das Museumsgebäude der Serralves Foundation in Portugal, entworfen vom portugiesischen Architekten Alvaro Siza. Von dessen minimalistischer, bis in kleinste Detail durchdachten Architektur ist STIPLING fasziniert und vom Umstand, wie mit begrenzten, klar durchdachten Mitteln eine starke, emotionale Reaktion hervorgerufen werden kann. Diesen Ansatz verfolgt der Künstler fortan in seinem eigenen Werk.

2020 beginnt SHAWN STIPLING Wand- und Bodenskulpturen zu entwickeln. In einem Interview sagt er, der Wechsel zu dreidimensionalen Objekten „habe sich für ihn völlig natürlich angefühlt“. Im selben Jahr beginnt der Künstler, sich mit Fragen des Maßstabs zu beschäftigen und realisiert Arbeiten größeren Formats mit neuen Techniken und Oberflächen. Die Vergrößerung der Bilder verändert nicht nur sein eigenes Experimentieren, sondern hat auch Auswirkungen auf die Herangehensweise der Betrachter:innen. Ungeachtet des Formates ist es STIPLING jedoch ein Anliegen, dass Betrachter:innen seine bewusst betroffenen

SHAWN STIPLING wurde 1967 in Chester, UK, geboren. Von 1986 bis 1989 studierte er Fotografie und Design an der Universität von Wolverhampton. Nach seinem Studium arbeitete er hauptsächlich als Designer für Kunstgalerien und Künstler, während er in seiner Freizeit mit seinen eigenen Arbeiten experimentierte. Doch erst ein Besuch des Serralves-Museums in Porto, Portugal, im Jahr 2003, der sein Interesse an der Architektur der Moderne weckte, brachte ihn dazu, eine persönlichere Sprache zu entwickeln – weg von der gestischen Malerei und hin zu einem eher vorgegebenen und konzentrierten Ansatz. In den Jahren 2011 und 2012 hatte er seine ersten Ausstellungen in Spanien und dann in Wales im Vereinigten Königreich, wo sich die Anfänge seines reduzierten Stils abzeichneten. Shawn Stipling lebt und arbeitet in Cambridge, UK.
Zu den ausgewählten Ausstellungen gehören: CONTEMPORARY BRITISH PAINTING PRIZE 2022,  Huddersfield Art Gallery und Thames-Side Studios Gallery, London, UK; VARYING IDEAS OF ALMOST, 2020, Galerie Pugliese Levi, Berlin, Deutschland (solo); WHERE PARALLEL LINES, 2019, Galerie van den Berge, Niederlande (solo); SHIFT, 2018 – Shawn Stipling/Martina Geccelli, RaumX Project Space, London, UK; BEASTS LIKE US, 2018, Galerie van den Berge, Niederlande, (solo); SIGHTLINES, 2017, Galerie Floss & Schultz, Köln, Deutschland (solo); ECCENTRIC GEOMETRIC, 2017, ArtHouSE1, Bermondsey, London, UK (Gruppe); PAINTING BLACK, 2017, Museum Wilhelm Morgner, Soest, Deutschland (Gruppe); IN OTHER WORDS, 2016, Gray Contemporary, Houston TX, USA (solo); ALL THINGS BEING EQUAL, 2016, Riki Mijling/Shawn Stipling, Galerie Floss und Schultz, Köln, Deutschland; PAINTING, MORE OR LESS… , 2015, Transmitter, Brooklyn, NY, USA (Gruppe); DAVE MEIJER/SHAWN STIPLING, 2015, Galerie van den Berge, Niederlande; THE BLUE SQUARE PROJECT, 2014, Articulate Project Space, Sydney, Australien (Gruppe). Nach der Ausstellung im Museum der Wahrnehmung MUWA ist eine Einzelausstellung in der Galerie Floss und Schultz in Köln geplant.

Lic.Phil. KATRIN BUCHER-TRANTOW arbeitet seit 2003 als Kuratorin, seit 2012 auch als stellvertretende Leitung und Chefkuratorin am Kunsthaus Graz. Geboren 1971 in St. Gallen/CH. Lebt und arbeitet in Graz. Studium der Kunstgeschichte und Geschichte an der Universität Basel. 2001-2003 war sie Kuratorische Assistenz an der Kunsthalle Basel. Auswahl kuratierter Ausstellungen: Amazons of Pop!, Peter Kogler, Alina Szapozcnikow, Kateřina Vincourová and Camille Henrot, Constantin Luser, Landschaft in Bewegung, Katharina Grosse, Berlinde de Bruyckere; Cittadellarte, Teilen und Verändern; Michael Kienzer; Vermessung der Welt, Heterotopien und Wissensräume in der Kunst; Roboterträume (mit dem Museum Jean Tinguely, Basel); Leben? Biomorphe Formen in der Skulptur; Albert Oehlen; M Stadt, Europäische Stadtlandschaften; Sol LeWitt; Verschiedene Beiträge in Katalogen und anderen Publikationen wie Camera Austria International, Domus und Parnass.

Entscheidungen erkennen. „In meiner Arbeit geht es um ‚menschliche Absicht‘ und ‚Entscheidungsfindung‘ und nicht um ‚Zufall‘ oder ‚Spontaneität‘.“

Mehr Info

Foto (c) STIPLING ‘Away from the noise’, oil on canvas, 50 x 50cm, 2021.jpg

Details

Datum:
Freitag, 16. September
Zeit:
19:30 bis 21:30
Veranstaltungskategorien:
,
Veranstaltung-Tags:
Webseite:
https://www.muwa.at/ausstellungen-veranstaltungen-aktionen-exhibitions-events/aktuell-actually/stipling-2022-2023/

Veranstalter

MUWA – Museum der Wahrnehmung
Telefon:
+43.316.811 599
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Veranstaltungsort

MUWA – Museum der Wahrnehmung
Friedrichgasse 41
Graz, 8010 Österreich
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Telefon:
0316 811599
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Für KulturpassbesitzerInnen ist der Eintritt unentgeltlich. In jenen Kultureinrichtungen, die über begrenzte Sitzplätze verfügen, sind in der Regel Kontingente für KulturpassbesitzerInnen vorgesehen. Der/die KulturpassbesitzerIn kann bzw. muss reservieren.